
Über eine wichtige Sachspende für den Schulschwimmunterricht im Landkreis Stendal dürfen sich Schülerinnen und Schüler sowie Schwimmlehrkräfte freuen. Ermöglicht wurde die Unterstützung durch den Rotary Club Stendal sowie die Berufsbildungsakademie „Altmark“, die neue Schwimmmaterialie im Wert von rund 800 Euro zur Verfügung stellten.
Die Spende kommt zu einem besonders wichtigen Zeitpunkt. Der Schulschwimmstandort Osterburg ist derzeit geschlossen, wodurch alternative Lösungen für den Schwimmunterricht notwendig geworden sind. Mit den neu angeschafften Materialien kann der Schwimmunterricht am Standort Stendal nun weiterhin sachgerecht, sicher und abwechslungsreich durchgeführt werden. Das bisherige Material reichte mengenmäßig nicht mehr aus, zudem war es teilweise schon regelrecht verschlissen und nicht mehr zu gebrauchen.
Grundschullehrer Markus Gens, seit August Schulschwimmkoordinator im Landkreis Stendal, bedankt sich ausdrücklich bei den Förderern für die schnelle und unkomplizierte Hilfe. „Gerade in der aktuellen Situation ist diese Unterstützung von großer Bedeutung. Schwimmen ist eine grundlegende Kompetenz, und durch die neuen Materialien können wir einen qualitativ hochwertigen Schwimmunterricht im Altoa Stendal für alle Grund- und Förderschulen ermöglichen“, betonte Gens.
Die Rotarier hatten sich nach einem Vortrag von Gens spontan zur Hilfe bereit erklärt. „Es ist eigentlich nicht zu fassen, dass das Land beziehungsweise Schulträger und Bildungseinrichtungen nicht in der Lage oder willens sind, hier jeweils ein paar Euro beizusteuern.“ erklärte Dr. Claus Gernert bei der Übergabe der Materialien.
Die Kooperation zwischen Schule und regionalen Förderern zeigt, so Markus Gens, erneut, wie wichtig gemeinsames Engagement für die Bildung und Sicherheit von Kindern ist. Dank der Sachspende bleibt der Schwimmunterricht trotz eingeschränkter Rahmenbedingungen ein fester Bestandteil des schulischen Angebots. „Schwimmunterricht in der Grundschule leistet einen zentralen Beitrag zur Sicherheit, Gesundheit und Entwicklung von Kindern. Schwimmen zu können gehört zu den grundlegenden Kulturtechniken und kann im Ernstfall Leben retten“, so Markus Gens. Leider nehme der Anteil von Kindern, die nicht schwimmen könne, weiter zu.
Das Bewegen im Wasser ist ein verbindlicher Inhaltsbereich der Fachlehrpläne der Grund- und Förderschulen Sport des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. So sollen alle Kinder grundlegende schwimmerische Fertigkeiten erlernen. „Für uns war sofort klar, den Schulschwimmunterricht in unserem Landkreis zu unterstützen. Er sorgt für Chancengleichheit, da leider nicht alle Kinder außerhalb der Schule Zugang zu Schwimmkursen haben“, so der Geschäftsführer der BBA „Altmark“, Andy Zimmer.

