Tod und Sterben im Fokus: Begegnungen, Austausch und Begleitung 

Die Teilnehmenden des Pflichtkurses „Soziale Betreuung” absolvieren jährlich ein zweitägiges Seminar zu Themen rund um ihre Betreuungstätigkeit. In diesem Jahr stand der Kurs unter dem Schwerpunkt Tod, Sterben und Trauer. 

Bereits am ersten Seminartag wurden grundlegende Inhalte wie die Definition von Trauer, Trauerphasen, Trauermethoden sowie die Begleitung trauernder Menschen thematisiert. Ein besonders wichtiger Bestandteil war der rege Austausch zwischen den Teilnehmenden. Erfahrungen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen – von stationären Einrichtungen bis zur mobilen Betreuung – wurden geteilt und reflektiert. 

Ein Höhepunkt des Seminars war der Besuch im neuen Hospiz Stendal. Frau Anja Lawson, Sozialarbeiterin und Fachkraft für Palliative Care, erläuterte mit viel Engagement das Hospizkonzept, die verschiedenen Berufsgruppen, das Team und die moderne Ausstattung des Hauses. Die Zimmer waren vollständig belegt, jedoch konnten andere Räumlichkeiten besichtigt werden, darunter eine hochmoderne Badewanne, die den Klienten im Hospiz zur Verfügung steht. Auch Begegnungen mit einzelnen Klienten waren möglich. 

Im Vorfeld des Hospizbesuchs hatte sich die Gruppe intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und Fragen gesammelt, die sie vor Ort gezielt stellten. Dadurch kehrten die Teilnehmenden gut informiert und mit vielen Eindrücken zurück. Auf dem Rückweg besuchten wir den parkähnlich angelegten Stendaler Friedhof. Dort gab es viel Raum zum Nachdenken und für Gespräche. 

Zum Abschluss des Seminars entwickelten die Teilnehmenden aus gesammelten Begriffen und Eindrücken ein gemeinsames Gedicht, das vorgetragen wurde. Das Feedback zum Seminar fiel durchweg positiv aus: Es war lehrreich, abwechslungsreich und lebendig. Auch der Blick auf das kommende Seminarjahr fiel bereits positiv aus.