Lese-Rechtschreibstörungen

 

 

Die Lese- Rechtschreibstörung ist die Bezeichnung für eine umschriebene und bedeutsame Beeinträchtigung im Erlernen von Lesen und Rechtschreiben. Die Lese- Rechtschreibstörung ist dabei nicht die Folge von unzureichender Beschulung, einer Intelligenzminderung, anderen körperlichen, neurologischen oder psychischen Erkrankungen und auch nicht Folge von unzureichender familiärer Förderung. Beeinträchtigt ist die Fähigkeit, Worte lesen zu lernen oder gelesene Worte wieder zu erkennen und sie vorzulesen. Dadurch sind auch das Leseverständnis und alle Leistungen, für die eine Lesefähigkeit nötig ist, erschwert. Fast immer ist auch das Erlernen der Rechtschreibung beeinträchtigt. Das Lesen wird meistens ausreichend erlernt, bleibt jedoch verlangsamt. Die Rechtschreibung ist bis in das Erwachsenenalter fehlerhaft. Der umschriebenen Entwicklungsstörung des Lesens und Rechtschreibens gehen oft im Vorschulalter Entwicklungsstörungen des Sprechens oder der Sprache voraus. Während der Schulzeit sind begleitende emotionale Störungen und Verhaltensstörungen häufig.

(Warnke, A., Hemminger, U. & Plume, E. (2004). Lese-Rechtschreibstörungen. Leitfaden Kinder- und Jugendpsychotherapie. Bd. 6. Göttingen: Hogrefe.)

 

Aktualisiert (Montag, den 05. Oktober 2009 um 20:12 Uhr)

 
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